Anhörung zum Reformationstag

„Der Staat ist religiös neutral, wir haben keine Staatsreligion. Wir sollten lieber das Verbindende in unserer Gesellschaft suchen.“

HVD bei Anhörung zum Reformationstag im Landtag

In diesem Sinne hatten sich unter anderem unser Verband, der Humanistische Verband Niedersachsen, bei der Anhörung im Plenarsaal des niedersächsischen Landtags am Donnerstag, den 31. Mai geäußert.

Das obige Zitat stammt allerdings von Stephan Weil selbst, als er im April den Kruzifix-Erlass Markus Söders kritisierte. Dieser Erlass tritt heute in Kraft und droht, zum Debakel zu werden. Auch das Reformationstagsprojekt des Ministerpräsidenten droht zu scheitern. Im selben Interview gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschands, sagte Weil über die Politik der SPD, sie müsse „wieder näher an die Bürger heran.“ Das scheint ihm mit der Einführung des Reformationstages nicht gelungen zu sein.

Der Verbandsreferent des Humanistischen Verbandes Niedersachsen, Lutz Renken, fasst den Stand der Feiertagsdebatte so zusammen:

„Stephan Weil hätte nur früh auf sich selbst hören müssen, dann hätten wir heute nicht das Problem, dass die Regierung mit dem Reformationstag einen Tag der Spaltung einführen will. Nicht nur ein Tag der Spaltung der Christen. Nicht nur einen Tag des Schmerzes für die Juden. Sondern auch einen weiteren Tag der Ausgrenzung der wachsenden Gruppe der konfessionsfreien, nicht-religiösen Menschen in Niedersachsen.“

Den gesamten Text der Stellungnahme des Humanistischen Verbandes gegenüber dem Ausschuss für Inneres und Sport vom 31. Mai können Sie hier als Pdf downloaden.

© Foto: Ra Boe/Wikipedia/Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de

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