Verbandsteuer

Seit Jahren setzt sich unser Verband öffentlich für die weltanschauliche und religiöse Neutralität des Staates ein, für eine echte Gleichbehandlung von religiösen und humanistisch orientierten Menschen und Gemeinschaften. Unserer Auffassung nach bedarf es einer grundlegenden Reform des bald hundertjährigen Staatskirchenrechts hin zu einem Religions- und Weltanschauungsrecht, das die tatsächlichen religiösen und weltanschaulichen Verhältnisse der Bürger widerspiegelt. (Die HVD-Broschüre „Gläserne Wände“ bietet eine ganze Fülle von Vorschlägen, wie es besser gehen kann: www.glaeserne-waende.de/)

konfessionsfreie Niedersachsen

Das Problem des besonderen Kirchgelds

In „glaubensverschiedenen Ehen“ wird für den konfessionsfreien Partner zwar keine Kirchensteuer, wohl aber ein „besonderes Kirchgeld“ berechnet, wenn die Einkünfte voneinander wesentlich abweichen und der verdienende Partner kirchensteuerpflichtig ist. Dann wird nicht das Einkommen des Kirchenmitglieds als Bemessungsgrundlage herangezogen, sondern der so genannte gemeinsame Lebensführungsaufwand.

Wir sehen uns in der Pflicht, konkrete, kurzfristige Abhilfen einzurichten, die unter der jetzigen, wenn auch unzeitgemäßen Rechtslage möglich sind.

Unsere Lösung

Der Verband wird bis zu einer Abschaffung des besonderen Kirchgeldes selbst auch von seinem Recht als steuererhebende Gemeinschaft Gebrauch machen. Ab dem 1. Januar 2019 wird daher eine Verbandsteuer erhoben. Damit ist der Humanistische Verband „steuererhebend“ und unsere Mitglieder sind nicht mehr vom besonderen Kirchgeld betroffen. Auf diese Weise kommen wir unserem staatlichen Auftrag nach, nichtreligiöse Menschen in Niedersachsen humanistisch zu betreuen und ihre Interessen wahrzunehmen.